Szigetcsép/Tschip


Die Ortschaft liegt etwa in der Mitte der Csepel-Insel, zwischen dem Ráckever Donauarm und der Großen Donau, ca. 30 km von Budapest entfernt. Man kann sie mit der HÉV (S-Bahn), mit demPKW überdie Landstrasse 5101 bzw. mit der Volán-Buslinie erreichen, die zwischenCsepel und Makád verkehrt.

Heutzutage findet man hier ausgezeichnete Angelgewässer und schöne Sommerhäuser. Auf dem Wasser kann man gelbe Seerosen bewundern, diese sind noch seltener als ihre weißen Artgenossen.

Auf dem schmalen Inselgebiet wirkt in vollem Masse ein Mikroklima . Die Unstetigkeit des Niederschlages wird von der Feuchtigkeit ausgeglichen.

Es war schon in der Kupfer- und Eisenzeit bewohnt. Urkundlich wird es zum erstenmal 1283 mit dem Namen Tschip-Grund (Cséptelek) erwähnt, als in einer Verordnung vom König Ladislaus IV. die Gebiete 'Bagamér und Cséptelek', durch das Kapitel von Buda/Ofen, in der Besitz der Witwe des Meisters Moys gegeben worden waren.

Diese Urkunde wurde 1290 durch die Königin Fenenna geändert, und die genannten Dörfer sind von der Witwe Moys zum Besitz der Franziskanerschwester in der Burg Buda/Ofen hinübergegangen.

Meister Moys war Palatin des Königs Stefan V. und auch Vertrauervom König Ladislaus IV. Seine Frau war eine Herzogin der Árpád-Königsfamilie, und durch Sie gelangte Cséptelek bis zum 15. Jahrhundert in den Besitz des genannten kirchlichen Ordens.

In der türkischen Besatzungszeit Ungarns wurde Cséptelek in der türkischen Steuerliste unter den am niedrigsten besteuerten Dörfer erwähnt. 1690 war es schon eine verlassene Gegend.

Am Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das entvölkerte Dorfvon Serben besiedelt. In einer Urkunde von 1737 wird erwähnt,daß Csép zu nahe der Donau liege, so sei es bei Hochwasser in größter Gefahr. Die sehr bescheidenen Behausungen der Serben lagen direkt am Donauufer.

Auf dem heutigen Gebiet des Dorfes waren die ersten Besiedler die katholischen Deutschen, nämlich die Katholische Kirche stand schon 1755 auf ihrem heutigen Platz. Am Ende des 18. Jahrhunderts sind dann auch die Serben vom Donauufer in den nördlichen Teil des heutigen Dorfes umgezogen.

Die angesiedelten Deutschen brachten Weinsprosse des "Honiglers" mit. Diese Art bildete den Grundstock für den hiesigen Weinbau.

In der Flur und an den Waldrändern kann man oft Rehe, Hasen und Fasane sehen.

In den 1990er Jahren wohnen mehr als 2000 Menschen im Dorf. Auch heute noch betrachten sich viele Bewohner als Deutsche oder Serben.

Es gibt 130 Unternehmen hier.

Im nördlichen Teil des Dorfes befindet sich die griechisch-orthodoxe serbische Kirche von 1768 mit ihrer 1907 renovierten Ikonostase. Diese kann auch besichtigt werden.

Grundschule

1994 wurde unsere neue Schule fertiggebracht. Die Schülerlernen unter modernen Bedingungen.
Unsere Schule hat:

8 Klassenzimmer,
2 Sprachzimmer (serbisch, deutsch),
Computerraum,
Bibliothek,
Turnhalle,
Lernküche.

40 % der Einwohner des Dorfes bekennen sich zu deutscher Abstammung. VieleKinder lernen die deutsche Sprache.

Schülerzahl: 187
Deutsch lernen: 171

In der Unterstufe lernen die Schüler spielerisch Deutsch. Sie erlernen viele Sprüche, Gedichte und Spiele. In der Oberstufe werden Mathematik, Ungarische Grammatik, Literatur und Deutsch in der Gruppen unterrichtet. So haben die Schüler mehr Zeit für Übung und können die Sprache besser aneignen. Sie lernen die deutsche Kultur, Geschichte, Geographie, Wissenschaftsgeschichte und Kunst kennen.

Bei Schulfeiern (Advent, Weihnachten, Muttertag) werden manche Kulturprogramme in deutscher Sprache vorgeführt. Bei uns gibt es auch deutschen Tanzunterricht. Unsere Tanzgruppe tritt in unserer Gegend regelmäßig auf.

In der Schule wird auch die serbische Sprache unterrichtet.

Direktorin der Schule: Ilona Gyímesi
Stellvertreter: Iren Szubotin
Deutschlehrerinnen: Ida Bruszt, Anett Antoni, Anna Tomin.

    
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